Rock trifft Klassik
Zugegeben mein letztes Konzert war ein Mega-Event und schon sehr lange her.
Depeche Mode live mit vielen Tausend Menschen in einer Großstadt. Ich direkt vor der Bühne mit geiler Show, tollen Lichteffekten, super laut und überdimensionalen Projektionsflächen. Hammer Stimmung – einfach Wow.
…und jetzt?
Ein Benefiz-Konzert in meiner kleinen Heimatstadt „Rock trifft Classic“.
Ein Akustikabend mitten in der Provinz – klingt spannend. Folgende Künstler gingen unplugged an den Start:

Das Prima Quartett (Streicher)
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Andrea Eberl (Liedermacherin)
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Francis Norman (Musician)
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Daniel Gardenier mit Band (deutscher Rock)
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Luxuslärm (Gewinner der 1LIVE Krone 2009 und 6facher Preisträger des 26.Rock&Pop Preis 2009)
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Gut, Luxuslärm hatte ich schon gehört, aber die anderen Künstler? Neugierig stand ich mit 300 Fans vor der Bühne und die waren eindeutig im Vorteil, kannten sie doch mindestens ein oder zwei oder drei oder sogar alle Künstler.
Das Prima Quartett startete klassisch mit einer schönen Stückauswahl.
Die Performance weckte in mir sofort die Erinnerung an den Auftakt zu einem Box-Event im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Sehr erhebend und ich noch mehr gespannt, denn wie passt jetzt Rock dazu?
Doch weit gefehlt – kein Rock! Andrea Eberl betrat die Bühne. Eine wundervolle Liedermacherin, die ihre selbst komponierten Songs intensiv mit voller Hingabe vortrug. Ihre gefühl- und inhaltsvollen deutschen Liedertexte hielten mich und die übrigen Zuschauer fest.
Nach drei wunderschönen Songs war ich enttäuscht als sie die Bühne verließ. Ich hätte gerne mehr gehört.
Und dann kam etwas bzw. jemand, auf den ich im Leben nicht vorbereitet war: Daniel Gardenier und seine Band unterstützt von Francis Norman.
Nach den ersten Tönen war ich gefangen von Daniel Gardenies Bühnenpräsenz und seiner warmen ausdrucksstarken Stimme. Seine Ausstrahlung und Leidenschaft hauten mich total um und „Schwindelig“ wurde sofort mein neues Lieblingslied.
Seine Songs berührten mich in meinem Herzen und ein fantastischer Francis Norman verstärkte das Ganze durch seine grandiose Begleitung. Ich hätte den ganzen Abend nur noch ihnen zuhören können.
Zack wieder vorbei, nach fünf oder sechs Songs. Ich weiß es nicht mehr so versunken war in Stimme, Text und Musik.
Alles ohne aufwendige Effekte oder Tonbearbeitungen – eben unplugged – nah am Publikum, ganz nah.
Die 300 anderen Fans, denn jetzt spätestens war ich auch ein Fan geworden, machten eine Stimmung wie Tausend. Sensationell. Eine tolle Akustik und Tontechnik unterstützen hierbei Künstler und Publikum.
Konnte Luxuslärm das jetzt noch toppen ?
Ja, sie konnten ! Die Frontfrau von Luxuslärm rockte die Hütte mit ihren Songs dynamisch und voller Power im Wechsel mit gefühlvollen und nachdenklichen. Ihre klare und kraftvolle Stimme nahm mich ein und mit hinein in die Songtexte – eine gute Stunde lang. Alle Auszeichnung zu Recht verdient, für alles und noch viel mehr.
Und wenn ich wählen müsste zwischen unplugged und Mega-Event? Dann ist die Wahl eindeutig, dann nur noch unplugged. Intensiver und authentischer kann ich Künstler nicht erleben, die so voller Leidenschaft und Power sind.
Ein „Must-Have“ sind alle genannten Künstler und wenn Ihr sie sehen und hören könnt, dann zögert nicht. Besucht ihre Konzerte, es lohnt sich wirklich.
Und wenn ich jetzt noch drei Wünsche frei hätte, dann….
…. bitte mehr gefühlvolle Lieder von Andrea Eberl auf dem nächsten Konzert
…. bitte, bitte Daniel Gardenier nimm die Lieder noch mal mit Francis Norman auf.
Es war so so schön !!!
…. und Luxuslärm bitte, bitte lebt Eure Träume weiter, damit ich noch ganz viel von Euch hören kann.
Und zum guten Schluss: Danke an alle Künstler und Danke an die Streicher von Das Prima Quartett. Trefft bitte häufiger aufeinander, es war ein wirklich toller Abend und dem Mega-Event weit voraus.
Kaj
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Alin Coen Band – Wer bist du? (CD)

Unabhängig von der überragenden Qualität der CD Aufnahme, hält durchaus mit (Telarc,Chesky,inakustik) Produktionen mit, ist es die Stimme und die kongeniale Band, die aus dieser Kombo eine fast schon zu perfekte Symbiose bildet.
Die Stücke sind mit Schwere und Leichtigkeit eingespielt, mit viel Tempo/Druck und dem Mü an Langsamkeit, die nur ein Sänger mit ganzem Herzblut schafft.
“Wer bist du”, schließt nah an Katja Maria Werkers – “Contact Myself” an und erhält sogar durch den facettenreicheren Genre Mix ein halbes Krönchen mehr.
Jazz – Folk – Easy Listening – Alin Coen bricht mit eingetretenen Pfaden und verzaubert den Zuhörer mit ehrlicher Handwerker Mucke, die nicht tiefer aus dem Bauch und Herzen kommen könnte.
Je länger die Scheibe läuft, um so klarer werden einzelne Passagen und sie lösen sich auf, fragmentieren sich Neu und werden dabei umso spannender.
Um es mit einfachen Worten zu formulieren.
Wer diese CD nicht kauft, ist bescheuert!
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